Dienstag, 21. Dezember 2010

Taiwan Oper und NCKU Anniversary

20. Woche (09.11. bis 14.11.):

Am Dienstag wurde am Campus im Banyan Garden eine Gratis-Vorstellung der Taiwan-Oper 蓬萊大仙 "The Immortal of Ponglai" aufgeführt. So eine Gelegenheit wollte ich mir natürlich nicht entgehen lassen und hab mir nach Karate noch rasch ein mickriges Abendessen besorgt und bin dann gleich zum Schauplatz geeilt.


Was genau die Geschichte der gut 3-stündigen Aufführung war, hab ich leider nicht verstanden, aber laut Prospekt handelt das Stück von 李玄 Li Xuan, einem der 八仙 8 Unsterblichen, der als verkrüppelter Bettler wiedergeboren und später unter dem Namen 李鐵拐 (Li Tieguai) Eisen-Krücken-Li bekannt ist.

Hier ein paar Geschmacksproben, wie so eine Taiwan-Oper aussieht bzw sich anhört:



Ich vermute mal ganz stark, das war Li Xuan
Und wie man sieht waren Leinwände mit chinesischen Untertiteln aufgestellt, denn das Stück selbst wurde auf Taiwanesisch aufgeführt


Am Mittwoch hatten wir besonders viel Spaß in einem meiner Optional Classes vom Chinesisch-Kurs: 中文會話 = Chinese Conversation. Diskussionsthema dieser Einheit war "Welcher Typ Mann lässt Frauenherzen höher schlagen?" (Wow, ich glaub diese Übersetzung ist mir echt gelungen: 什麼樣的男人會讓女生心動? ). Hier mal ein kleiner Einblick, wie es bei uns in der Klasse so zugeht:



Whiteboard linke Hälfte: Mädchengruppe - 14. Bulletpoints!!!!
rechte 2 Hälften: Jungengruppen - sieht schon etwas realistischer bzw bescheidener aus
Am Donnerstag war ein ganz besonderer Tag an unserer Uni, und zwar 79th NCKU-Anniversary. Zu diesem Anlass war nicht nur uni-freier Tag, sondern der ganze Tag von frühmorgens bis abends mit jeder Menge Veranstaltungen und Activities gespickt.

Um 7:45 fing der Tag für mich an, denn da war Treffpunkt im Language Center für alle Chinesisch-Studenten, die sich bereit erklärten, für das CLC zum 繞場 Raochang anzutreten, praktisch einer Parade aller Departments und Institutes der NCKU auf dem Guangfu Sports Field.

Unsere Truppe: siehe Schild 話語中心 (Huayu Zhongxin) Chinese Language Center

ganz schön international, was?!
der ganze Trupp vorm Eingang des CLC nach dem 繞場
Nachdem schließlich alle Departments durchmarschiert waren, kamen die 新生 Freshmen an die Reihe, gemeinsam einen Tanz aufzuführen - wobei das Ganze fast eher nach Morgen-Aerobic aussieht:



Ein paar Student Clubs hatten auch Aufführungen vorbereitet:
跆拳道 (Taiquandao) = Taekwando
Pop-Dance?!
Cheerleader-Club

Danach gabs sogar Spiele für die Professoren oder andere Uni-Angehörige:

Und dann gings für uns an den Start - Finale des 21-Feet-Race.
Zuerst Aufwärmen und letzte Proben:


Dann Schlange-Stehen .. äääh .. - Sitzen, denn die Spiele für die Professoren zogen sich etwas in die Länge, also war warten angesagt. Und das ohne Wasser und unter der an dem Tag brütenden Sonne.

Dann Motivation sammeln und Teamgeist wecken:

Und dann liefen wir los:

Doch leider stürzte Kitty (die Kleine in der Mitte mit den dunklen Brillen) dann auf halbem Weg, sogar ziemlich übel, denn danach musste sie ins NCKU-Hospital. Gar nicht so ungefährlich dieser Sport! Aber ins Ziel machten wir es trotzdem noch, wenn auch reduziert und natürlich schon außer Konkurrenz.

Nach dem Wettrennen gingen wir dann aufs Campus-Gelände, wo wieder viele Stände mit Essen und Spielen etc aufgestellt waren:
Thai-Snacks von meinen IMBA-Klassenkameraden - vo.li.: Va, ich, X, Yanfish, Luk Nu und Sa

Ansonsten gabs nicht mehr viel Aufregendes diese Woche, natürlich jeden Tag brav lernen und HÜ machen.

Ahja, am Samstag haben wir uns ein traditionelles chinesisches Brettspiel gekauft: 圍棋 (Weiqi) besser bekannt unter seinem japanischen Namen "Go". Und obwohl die Regeln wirklich sehr simpel sind, erfordert es wirklich viel Konzentration und strategisches Denken. Weiqi ist übrigens eines der ältesten Brettspiele in der Geschichte der Menschheit überhaupt.

Und den Sonntag verbrachte ich großteils damit, unser Take-Home-Exam aus International Business Management zu schreiben. Wäre eigentlich als 3-stündige Klausur gedacht, doch als Take-Home-Exam hab ich mindestens 2-mal so viel Zeit damit verbracht. Und dabei gabs noch Mitschüler, die um einiges mehr geschrieben haben als ich.

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