Montag, 6. Dezember 2010

So sollte Studentenleben sein, oder?!

18. Woche (25.10. bis 31.10.):

Was soll ich sagen, ein Student in Taiwan hat's auch nicht leicht. Viel Hausübung, Präsentationen halten, Literatur lesen, an Veranstaltungen teilnehmen und dann noch den Alltag in einer fremden Kultur meistern ... Okay, wenn ich ehrlich bin, so fremd ist sie eigentlich nicht mehr.

Auf jeden Fall war diese Woche mal Zeit für etwas Spaß und Qualitäts-Zeit mit Klassenkameraden.

Am Mittwoch war erst noch hartes Training angesagt, und zwar für das 20人21腳比賽 (20-People-21-Feet-Race), einem von vielen Wettbewerben im Rahmen des anstehenden Jahrestag der NCKU, wo unter anderem ich gemeinsam mit 3 meiner Klassenkameraden für das Language Center antrat. Ziel ist es bei dieser Art von Rennen, die Füße von 20 Personen zusammenzubinden und dann in der kürzest-möglichen Zeit (und ohne zu stürzen) das Ziel zu erreichen. Am besten vorstellbar wird das Ganze wohl erst, wenn ich euch Bilder zeige, aber dafür müsst ihr euch noch gedulden auf den nächsten Beitrag.

Am selben Tag nach dem Training beschlossen wir aber noch, Hailey doch dazu zu zwingen, ein bisschen Geburtstag zu feiern, trotz jeder Menge noch ausständiger Hausübung und zu lernenden Vokabeln.

Und es hat sich doch gelohnt - v. li:
X, Hailey, ich, Kitty (Thailand) und Fan (Taiwan)

So sehen taiwanesische Kuchen aus:

fragende Blicke:

Am Freitag ging ich mit meinen Klassenkameraden vom Chinesisch-Kurs zum Bowling, und man merkt dass manche von uns erst nach dem Unterricht auftauen:
☟ v. li: 千春 Qianchun 友永 Youyong (beides Japaner), X und Zhenhe (S-Korea):

Cody - unter Insidern auch 美國派 (American Pie) genannt - weil er den Film einfach perfekt verkörpert - aus den USA:
千春 Qianchun (übersetzt: Tausend Frühlinge - sehr passend nebenbei bemerkt), unser etwas überdrehter Japaner, zeigt große Eleganz beim Bowling.


Danach gings dann noch ins Armory, für Haileys Geburtstag und Shaneys (links) Abschiedsparty:

Spätnachts gings dann heim, und am Samstag schon wieder früh(mittags) auf. Denn Maria - eine Bekannte von der Uni Linz und zu der Zeit auf meinem ehemaligen Volontariatsposten bei der Außenhandelsstelle der WKO in Taipei - kam mit einer Freundin auf Besuch nach Tainan und ich hatte ihr angeboten, den beiden eine kleine Stadttour zu geben.

An dieser Stelle auch vielen Dank an X, der sich mit Freude bereiterklärte, mitzufahren und somit das 2. Motorrad zur Verfügung zu stellen. Ich denk ich hab schon mal erwähnt, dass es in Tainan mit öffentlichen Verkehrsmitteln ziemlich schlecht aussieht. Wir waren jedenfalls in Anping bei der Festung, am Strand, Sicao-Brücke, Douhua-Essen und zum Schluss noch die verbleibenden Minuten in South Park. Falls ich die Fotos von Maria bekomm, werd ich die im Nachhinein noch online stellen.

Nach einem Nachmittag Reiseführer spielen und einer kurzen Nacht, brauchten wir dann erst mal Pause. Doch lang war die auch nicht, stattdessen waren wir bei ein paar Thai-Freunden von mir eingeladen, ein paar selbstgemachte Thai-Snacks zu verkosten, die sie am NCKU-Anniversary verkaufen wollten.

Danach gings dann weiter ins Kino, so richtig halloweenmäßig den neuen "Saw VII" anschauen. Und nach einer erneuten kurzen Erhol- und Erfrischungspause zuhause fuhren wir zum Abschluss noch ins Fusion, einem Night Club in Tainan, wo ich bis jetzt noch nicht war. Und es hat sich gelohnt. Jede Menge hübscher Mädels dort (mit dem einzigen Nachteil, dass viele davon für Halloween geschminkt waren und daher nicht unbedingt der Realität nahekamen). Dafür habe ich glaub ich innerhalb von nicht mal 10 Min eine hübsche "Japanerin" kennengelernt:

Zwischendurch machten wir dann mal einen Abstecher zur Tinpan-Alley und ins Armory, um zu sehen, was dort loswar, und dann gings noch bis fast 4 Uhr morgens zurück ins Fusion, eine richtige Club-Tour!

Der Sonntag war dann dafür wieder ziemlich ruhig und zur Erholung geplant. Am Abend sahen wir uns zuhause den Film "大紅龍燈高高掛 ("Raise The Red Lantern" --> Link) an, denn da es in unserem Chinesisch-Buch drei Kapitel lang um Film und Fernsehen ging, hatte uns unsere Lehrerin zur Aufgabe gegeben, uns diesen Film auf Chinesisch anzuschauen. War zwar etwas langatmig und etwas bedrückend, aber doch ganz interessant zu sehen, wie es damals in China so zuging.

Aber ich gebs zu, ich hab Untertitel gelesen, ansonsten hätt ich keine Chance gehabt :D

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