Und wieder sind 2 weitere Ferienwoche vorüber. Am Tagesablauf hat sich nicht viel geändert: spät ins Bett, lang schlafen, essen, schwimmen gehen oder ins Fitnessstudio, zur heißen Mittagszeit manchmal in die Bibliothek zum Lernen und zwischendurch ab und an mal wieder einen Ausflug. Hier die Highlights dieser 2 Wochen:
9. Woche (23. bis 29. August):
Nachdem unser 1. Versuch den 佛光山 Foguangshan zu besuchen etwas vom Pech überschattet war, packten wir ihn am Mittwoch noch einmal an. Nach dem Mittagessen warfen wir uns aufs Motorrad und machten uns wieder mal auf den anstrengenden Weg nach Kaohsiung. Erst gings geradeaus der HSR (Highspeed-Rail) entlang. Beim Parkplatz vom Bahnhof fiel uns dieses witzige Schild auf "Kiss and Ride":
Auf dem Weg fährt man unter anderem an diesen außergewöhnlichen Erdformationen vorbei und dort beginnt es dann auch etwas kurvenreicher und bergiger zu werden.
Schon fast am Ziel angekommen, schien Buddha bemerkt zu haben, dass wir ihn besuchen wollen, zeigte sich aber nicht sehr gastfreundlich und schickte eine dunkle Wolkenwand:
Und tatsächlich, kaum waren wir auf dem Klosterberg angekommen und vom Scooter gestiegen, fing es auch schon zu schütten an. Daher gönnten wir uns erst noch eine Verschnaufpause im Massagestuhl.
Als der ärgste Schütter vorüber war machten wir uns mit Regenschirm bewaffnet auf, das Klostergelände zu erkunden.
Im Inneren des Hauptschreins stechen einem zuerst die drei 7,8 m hohen Buddhastatuen auf. In den 4 Wänden befinden sich insgesamt 14800 Nischen mit kleinen Statuetten von Sakyamuni Buddha.
Was noch auffällt, es gibt keine Säulen in der Halle, die die Sicht nach vorne versperren könnten:
Über dem Haupttor zum Schrein stehen die 4 chinesische Zeichen "大雄寶殿“ (Da Xiong Bao Dian), was "Halle des Großen Helden" bedeutet.
Vor der Kloster-Küche ... Kennt ihr dieses Gemüse?
Im Souvenirshop ...
Doch zur Erleuchtung hats leider bis zum Ende der Besichtigung nicht gereicht.
Als wir fertig waren fuhren wir noch auf einen Abstecher nach Kaohsiung City, einen Ort fürs Abendessen fanden wir auf dem Weg.
In Kaohsiung gingen wir etwas Schaufensterbummeln und schauten uns schließlich im Kino "Expendables" an - mein Urteil ist aber eher bescheiden, selbst für einen Actionfilm wurde es ein bisschen übertrieben mit der Action ...
Am Freitag stand das große Abschieds-Hotpot-Essen vom Chinese Language Center an, gleichzeitig Gelegenheit Marines Geburtstag etwas vorzufeiern.



X und mein persönliches Geburtstags- und Abschiedsgeschenk an Marine, ein Handyanhänger mit der Inschrift "瑪琳 下次再來 / X & Thomas 2010" (~Marine, komm wieder). Unglaublich - als wir dem Mädchen im Geschäft auf einem Zettel unsere Inschrift aufschrieben, hat sie es doch noch glatt zusammengebracht "Thomas" falsch zu schreiben/sticken, Resultat "Tmomas" (?!?!). Wurde natürlich reklamiert!

Erste Station am Abend zum Abschied/Geburtstag feiern: Red Wolf Tavern:
Am Samstag halfen wir Marine beim Auszug, gingen noch ein letztes Mal mit ihr gemeinsam Mittagessen und dann brachten wir sie zur Bushaltestelle, wo sie auf ihren Bus zum Taoyuan Airport wartete. Abends war ich dann mit 冷氣 Ferdi verabredet. Dessen Eltern hatten mich zum Abendessen ins 福樓 Fulou eingeladen, einem Gasthaus nahe Anping, wo wir ein wirklich vielseitiges und köstliches Abendessen aufgetischt bekamen. Mit dabei waren noch Ferdis kleiner Bruder und kleine Schwester. Nach dem Essen zeigten sie mir noch mit dem Auto ein paar interessante Plätze in der Umgebung und zufällig bekamen wir sogar die Chance, eine Aufführung einer Aborigine-Tanzgruppe zu sehen. Leider hatte ich keine Kamera dabei.
Am Sonntag hatten uns Freunde von X eingeladen, mit ihnen mit dem Auto nach 月眉 Yuemei ins 馬拉灣 Mala Bay zu fahren, einem Erlebnisbad nahe Taizhong. Unser Auto:
Kurz vor dem Erlebnisbad kamen wir an einem Markt vorbei, wo wir zu Mittag aßen.
Und dort hatten sie sogar einen dieser Wahrsage-Automaten stehen, den ich letztes Jahr schon in Kaohsiung mal probiert hatte. Diesmal mit Video, echt witzig:
In 馬拉灣 angekommen:

Für 400 NT (10 €) gabs Rutschen, Wellenreiten, Schaumparty und vieles mehr:
Nachdem wir alles ausprobiert hatten, zogen wir uns wieder um, schossen noch ein paar Fotos und machten uns dann auf den Weg nach Taizhong - und ich durfte fahren *yaaay* mein erstes Mal Autofahren in Taiwan!!!
Auf dem Weg machten wir Stopp an einem kleinen Ort mit Wattenmeer:



Zum Abschluss schauten wir noch nach Taizhong City auf den 逢甲 夜市 Fengjia Nightmarket, wo wir zufällig auf den Bürgermeister von Taizhong trafen und ein Foto mit ihm bekamen.
Und später machten Tim und ich noch ein kleines Wetttrinken: Bei einem Teestand wurde damit geworben, dass, wenn man es schafft, einen 0.5 l-Becher Tee innerhalb von 20 Sek auszutrinken, man nicht zahlen muss. Wir haben es zwar beide (knapp) nicht geschafft, aber da ich immerhin besser war als Tim, musste er meinen Tee zahlen.Fazite dieses Ausflugs:
#1: Autofahren in Taiwan ist (abgesehen von einigen lebensmüden Verkehrsteilnehmern) laaaangweilig (etliche 40kmh-Limits und auf der Autobahn 110 kmh)
#2: Kantonesisch ist zwar eine sehr interessante und witzige Sprache (eigentlich ein chinesischer Dialekt), aber wenn man den ganzen Tag nur 3 % der Gespräche mitbekommt, kann es auch etwas frustrierend sein (Anm: alle Mitglieder der "Reisegruppe" außer mir waren aus Macau). Trotzdem: Lustiges Völkchen!
#2: Kantonesisch ist zwar eine sehr interessante und witzige Sprache (eigentlich ein chinesischer Dialekt), aber wenn man den ganzen Tag nur 3 % der Gespräche mitbekommt, kann es auch etwas frustrierend sein (Anm: alle Mitglieder der "Reisegruppe" außer mir waren aus Macau). Trotzdem: Lustiges Völkchen!
10. Woche (30. Aug. bis 4. Sep.):
Montag nachts kamen Stacy und Flona nach ihrem 1-jährigen Auslandsaufenthalt in Österreich (wo ich die beiden auch kennengelernt hatte) am HSR-Bahnhof in Tainan an, wo Ferdi und ich sie mit Bobba-Milchtee und taiwanesischen Snacks empfingen.
Am Donnerstag ging ich mit Flona, Shin, Trista und Hailey auf den Huayuan Nightmarket. Hier seht ihr eines der zahlreichen Spiele auf dem Nachtmarkt: Ziel - mit dem Krug so viel Bier wie möglich aus den 3 Zapfhähnen aufzufangen:
Und ich war wieder mal mutig: kleiner Erlebnissnack zwischendurch 雞冠 Jiguan = Hühnerkamm
Als Belohnung gönnte ich mir eine Packung Mini-Pfannkuchen:
Am Freitag kam X' Freundin Yanfish von ihrem Heimaturlaub in Macau zurück nach Tainan. Daher gingen wir erst mit ihr zum Thai essen und später am Abend noch ins Armory mit noch ein paar Freunden.




Zwei neue Freunde: Paty aus Paraguay (li.) und Alejandra (re.) aus Chile

Und am Samstag schließlich war ich mit Stacy, Flona und Ferdi im 石頭 Shitou zum Mittagessen verabredet, einem All-you-can-eat-BBQ-Restaurant nahe Anping.
War sehr unterhaltsam. Doch vor lauter Reden verbrannte uns jedes 3. Fleisch auf dem etwas stark eingestellten Grill.

Später fuhren Flona, Stacy und ich noch nach Anping in die 老街 Alte Straße zum Bummeln.
Könnte man fast als ein Maskottchen von Taiwan bezeichnen: Open小將! (Open-Chan!) - Markenzeichen von 7-11, des wohl verbreitetsten und bekanntesten Convenient-Stores in Taiwan:
Danach fuhren wir noch alle 3 zu mir nachhause, wo die beiden mich mit einem echt wahnsinnig lieben Geschenk überraschten:
einer DVD mit Videobotschaften von meiner Familie und einigen meiner besten Freunde von Daheim und mit Fotos von meiner Abschiedsfeier
einer DVD mit Videobotschaften von meiner Familie und einigen meiner besten Freunde von Daheim und mit Fotos von meiner Abschiedsfeier
Hatte sowas echt nicht erwartet und ich hab mich wirklich wahnsinnig darüber gefreut.
Am Sonntag machten wir uns dann zu viert (X, Yanfish, Trista und ich) per Scooter auf einen 4-Tagestrip Richtung 日月潭 Sonne-Mond-See im Herzen von Taiwan. Doch der Bericht dazu folgt im nächsten Beitrag :)










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